Wald im Kanton Bern

Die Weisstanne ist klimatauglich und standorgerecht...
Verstümmelte Weisstannen Naturverjüngung

Der Kanton Bern ist mit rund 190'000 Hektaren Wald bestockt. Die Wälder reichen von 400 Meter über Meer bis zur Waldgrenze. Die Wälder haben gemäss Waldgesetz folgende Funktionen zu erfüllen:

  • Schutzfunktion
  • Wohlfahrtsfunktion
  • Nutzfunktion

Diese Leistungen stehen grundsätzlich gleichrangig nebeneinander. Viele Wildtierarten sind auf den Wald als Lebensraum angewiesen, da andere Lebensräume verloren gegangen sind. Durch das Bevölkerungswachstum wird der Wald zunehmend auch für die Erholung (Wohlfahrtsfunktion) genutzt. Diese Nutzung verringert die "Lebensraumkapazität" für Wildtiere, die durch den Menschen gestört werden. Dies führt gebietsweise zu Wildschäden, die die Waldfunktionen gefährden.Der Kantonale Forstdienst erhebt deshalb regelmässig die Wildschäden. Die Berner Waldbesitzer werten diese Ergebnisse seit rund 10 Jahren aus. Die Wildschadengutachten nach Wildraum sind nachstehend dargestellt.

 

Der Berner Wald in einem kritischen Zustand

Bezüglich der Wildschäden ist der Berner Wald in einem kritischen Zustand. In 12 von 18 Wildräumen ist der Anteil der Waldflächen, die kritischen oder untragbaren Wildverbiss aufweisen über dem Schwellenwert, den der Bund toleriert. In 6 Wildräumen liegt sogar die Schwelle der untragbaren Wildschäden über dem Schwellenwert, den der Bund toleriert. Der Kanton Bern wäre seit Jahren in der Pflicht Wald-Wild-Konzepte zu erstellen. Bis heute ist dies nicht geschehen. Der Bund seinerseits hat bis heute keine Konsequenzen gegen diesen widerrechtlichen Zustand getroffen. Die Konsequenz ist, dass schleichend Baumarten gebietsweise aussterben, die für die Walderhaltung im Klimawandeln zwingend notwendig sind. Die Walderhaltung ist langfristig in Frage gestellt.


Wildschäden im Kanton Bern


Wildbestand und Jagd im Kanton Bern